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Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft

Portrait of the young pregnant womanWenn für Mutter oder Kind in der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko besteht, kann ein Beschäftigungsverbot vom Gynäkologen erteilt werden. Das Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft kann zahlreiche Gründe aufweisen.

Sobald eine Frau dem Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert hat, muss dieser sich an die Gesetze des Mutterschutzes halten. Das bedeutet, dass gewisse Tätigkeiten von der schwangeren Frau nicht mehr erwartet werden können. Neben dem generellen Beschäftigungsverbot findet sich im Mutterschutzgesetz zudem auch das individuelle Beschäftigungsverbot.

Wenn für die Mutter oder das heranwachsende Kind Gefahr besteht, dürfen Frauen nicht weiter beschäftigt werden. Für dieses Beschäftigungsverbot muss allerdings ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Nur die Bescheinigung einer Hebamme reicht in diesem Fall nicht aus. Mit Hilfe des Attestes soll gewährleistet werden, dass werdende Mütter sofort ihre Arbeit niederlegen können, bevor sie sich aufgrund der Tätigkeiten in Gefahr bringen.

Welche Gründe für das Beschäftigungsverbot gibt es?

Die Gründe für ein Beschäftigungsverbot liegen vor allem in einer Risikoschwangerschaft begründet.

  • Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt

  • Mehrlingsschwangerschaften

  • Bei einer Schwäche des Muttermundes

  • Wenn Frauen starke Schmerzen im Rücken haben

  • Wenn Frauen an den Symptomen einer Schwangerschaft leiden und das Ausüben des Berufes nicht mehr möglich ist

Da die Grenzen zwischen einer krankheitsbedingten und einer schwangerschaftsbedingten Ursache meist sehr verschwommen sind, liegt es am Gynäkologen diese Entscheidung zu treffen. Der Arzt muss zudem auch abwägen, ob durch das weitere Arbeiten eine Gefahr für die Mutter oder das heranwachsende Kind besteht.

Das Beschäftigungsverbot kann nicht nur vor, sondern auch nach der Geburt ausgesprochen werden. Dieses tritt dann in Kraft, wenn Frauen nach der Mutterschutzfrist, welche acht Wochen beträgt, noch nicht in der Lage sind zu arbeiten. Dieses Beschäftigungsverbot kann vom Arzt allerdings längstens bis sechs Monate nach der Geburt ausgestellt werden. Auch in diesem Fall ist ein Attest notwendig.

Wer kann das Beschäftigungsverbot aussprechen?

Damit eine Frau von ihrer Arbeit freigestellt wird, muss ein Beschäftigungsverbot vorgelegt werden. Dieses kann nur von einem Arzt erteilt werden. Es hilft demnach nichts, wenn eine Hebamme ein Beschäftigungsverbot rät. Die Frauen müssen sich dieses vom Gynäkologen einholen, damit es vor dem Arbeitgeber Gültigkeit erlangt.

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