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Eileiterschwangerschaft

Ultraschalluntersuchung in der SchwangerschaftEs wird angenommen, dass nur etwa 2 bis 3 Prozent der Schwangerschaften in einer Eileiterschwangerschaft enden. Dennoch wird auch angenommen, dass zahlreiche Eileiterschwangerschaften als solche nicht wahrgenommen werden und deswegen unbemerkt bleiben. In den meisten Fällen kommt es zu einem spontanen Abort (Fehlgeburt) in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft. Es kommt allerdings auch vor, dass der Embryo nicht abgestoßen wird und weiter wächst. Dies kann zu einer lebensbedrohlichen Situation für die Frau werden.

Welche Symptome gibt es?

Wenn die befruchtete Eizelle es nicht in die Gebärmutter schafft, nistet sich diese bereits im Eileiter ein. Auch in der Bauchhöhle, den Eierstöcken und dem Gebärmutterhals kann es zu einer Einnistung kommen. Heftet sich die Eizelle an die Schleimhaut der Eileiter kommt es dort zu einem Wachstum. Da in dieser Region des Körpers allerdings nur einen begrenzten Platz gibt, kommt es sehr bald zu Komplikationen. Der Raum ist allerdings nicht nur zu eng, sondern der Embryo wird zudem auch nicht ausreichend ernährt, da der Eileiter nicht für eine Schwangerschaft ausgerichtet ist. Oftmals zeigt sich diese Form der Schwangerschaft folgendermaßen

Ist bei Frauen bereits eine Eileiterschwangerschaft aufgetreten, sind diese einem höheren Risiko ausgesetzt, dass sich bei einer neuen Schwangerschaft die Eizelle erneut an dieser Stelle einnistet. Das Problem bei dieser Form der Schwangerschaft besteht darin, dass sie sich anfänglich wie eine herkömmliche Schwangerschaft äußert. Oftmals steigt dadurch die Vorfreude bei den werdenden Müttern und endet nach einigen Wochen tragisch.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die das Wandern der Eizelle in die Gebärmutter verhindern können.

  • Geschädigte Eileiter

  • Endometriose

  • Polypen

  • schwache Muskelschicht

  • Entzündungen

  • Eine Spirale, welche den Weg der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert

  • Verwachsungen der Eileiter

  • Vorangegangene Operationen im Bauchbereich

  • Chlamydien

  • bereits vorangegangene Eileiterschwangerschaften

  • Künstliche Befruchtung

Warum kommt es zu Blutungen?

Die befruchtete Eizelle entwickelt sich in den ersten Wochen auch im Eileiter völlig planmäßig. Doch schon bald wird der Platz im Eileiter zu wenig. Neben dem Platzmangel kommt es auch zu einer Unterversorgung beim Embryo. Wächst der Embryo heran, kommt es aufgrund des Platzmangels rasch zu einer Ruptur von Blutgefäßen. Es beginnt das Gewebe zu reißen und die Blutung dringt auch in den Bauchraum ein. Die betroffenen Frauen verspüren nicht nur einen starken Schmerz im Unterbauch, sondern auch Blutungen machen sich bemerkbar. Oftmals sind dies die ersten Anzeichen, welche auf eine Eileiterschwangerschaft schließen lassen. Die Blutungen können sich wie eine herkömmliche Menstruationsblutung zeigen. Sie können allerdings auch so stark werden, dass es für die Frauen zu einem lebensbedrohlichen Zustand kommt. Kreislaufversagen und Schock können im schlimmsten Fall die Folgen einer Eileiterschwangerschaft sein. Durch die Schwangerschaft können nicht nur die Gefäße im Eileiter verletzt werden, sondern auch die umliegenden Blutgefäße im Bauchraum.

Gibt es Warnsignale?

Die Eileiterschwangerschaft zeigt sich durch unterschiedliche Symptome. Diese müssen keine Eileiterschwangerschaft bedeuten, wenn sich diese Symptome allerdings zeigen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Folgende Warnsignale zeigen sich in etwa in der 6. bis 9. Schwangerschaftswoche

  • mittlere bis starke Schmerzen im Unterbauch

  • Blutungen, welche sich als bräunlicher Ausfluß oder als Schmierblutung zeigen können

  • immer wieder Schwindelgefühle, welche bis zur Ohnmacht führen können

  • allgemeines Unwohlsein

  • Kreislaufstörungen

Sollten sich diese Anzeichen zeigen, sollte nicht zu lange zugewartet werden. Es ist empfehlenswert, wenn ein Notarzt geholt wird. Die Symptome sollten auf keinen Fall unterschätzt werden, da es binnen kurzer Zeit zu einem lebensbedrohlichen Zustand für die Frau kommen kann. Dank der heutigen Früherkennung und dem medizinischen Knowhow können Eileiterschwangerschaften, wenn diese rechtzeitig erkannt werden, sehr gut behandelt werden.

Die Diagnose

Die Eileiterschwangerschaft läuft umso ungefährlicher ab, je früher diese erkannt wird. Allerdings ist es nicht einfach, dass diese Form der Schwangerschaft frühzeitig erkannt wird, da in der Sonographie noch nichts zu erkennen ist. Bei einer Tastuntersuchung der Gebärmutter kann der Arzt allerdings in einigen Fällen feststellen, dass diese für die Dauer der Schwangerschaft zu klein ausgebildet ist. Oftmals wird zudem bei der Tastuntersuchung der Bauchdecke eine schmerzhafte Stelle angeführt. Der Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft ist vor allem dann gegeben, wenn sich die Frau bereits in der 6. Schwangerschaftswoche befindet, der Ultraschall allerdings noch nichts in der Gebärmutter zeigt. Selten aber doch, kann auch mit Hilfe der Sonographie eine Eileiterschwangerschaft nachgewiesen werden.

Die Behandlung

Je früher diese Form der Schwangerschaft erkannt wird, desto mehr besteht die Chance, dass der Eileiter der betroffenen Frau vollständig und intakt erhalten bleiben kann. Zeigen sich keine Beschwerden muss abgewogen werden, ob noch zugewartet wird, bis es zu einem spontanen Abort kommt, oder ob das eingenistete Ei operativ entfernt wird. Da der Eileiter allerdings auch spontan reißen und dies zu massiven Blutungen führen kann, sollte diesbezüglich nicht zu lange zugewartet werden. In den meisten Fällen wird der Embryo mit Hilfe einer Bauchspiegelung entfernt.

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