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Kündigungsschutz Schwangerschaft

Schwangere Frau liegend betrachtet UltraschallbilderSchwangere Frauen unterliegen dem Kündigungsschutz in der Schwangerschaft. Dieser gilt vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt. Innerhalb dieser Zeit kann der Arbeitgeber die schwangere Frau eigentlich bis auf wenige Ausnahmen nicht kündigen. Allerdings tritt der Kündigungsschutz nur dann in Kraft, wenn der Arbeitgeber bereits von der Schwangerschaft informiert wurde. Aber schwangere Frauen sind in diesem Bereich ein wenig abgesichert. Wurde die Schwangerschaft kurz nach der Kündigung festgestellt, kann diese wieder rückgängig gemacht werden, wenn dem Arbeitgeber binnen 14 Tagen die Bestätigung vorgelegt wird. Am besten sollte diese Bestätigung mittels Einschreiben an den Arbeitgeber übermittelt werden, denn so wird das Datum der Abgabe gerechnet. Wurde die Schwangerschaft binnen dieser 14 Tage beim Arbeitgeber bekanntgegeben, dann gilt für die schwangere Frau ebenfalls der Kündigungsschutz. Das bedeutet allerdings, dass die Schwangerschaft bei Aussprache der Kündigung bereits besteht, diese aber der Frau noch nicht bekannt sein muss. Wird die Frau erst nach der Kündigung schwanger gilt diese Regelung allerdings nicht.

Welche Sonderregelungen gibt es?

Es gibt Sonderregelungen, bei denen die schwangere Frau dennoch gekündigt werden darf

  • Wenn der Betrieb in Insolvenz geht

  • Wenn der Betrieb teilweise stillgelegt wird

  • Wenn der Betrieb ohne entsprechende Ersatzkraft nicht weiter geführt werden könnte

  • Wenn die Frau eine besonders schwere Pflichtverletzung begangen hat

Allerdings muss der Arbeitgeber vor einer Kündigung im Vorfeld Rücksprache mit der Bezirksregierung halten, ob in diesem Fall eine Entlassung ins Auge gefasst werden kann. Dabei wird in diesem Fall sehr individuell bei diesen Entscheidungen vorgegangen.

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