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Paracetamol Schwangerschaft

Cat is sleeping on the pregnant woman's bellyParacetamol ist ein Schmerzmittel und in der Schwangerschaft oftmals das Mittel der Wahl. Doch dennoch sollte auch beim Paracetamol Vorsicht walten. Eine neue Studie aus Kanada und Norwegen zeigt auf, dass dieses Schmerzmittel auch Langzeitschäden beim Ungeborenen hinterlassen kann, wenn es zu häufig in der Schwangerschaft eingenommen wird.

Bisher galt Paracetamol in der Schwangerschaft doch als sehr unbedenklich. Durch die neuen Ergebnisse der Studie rückt das bekannte Schmerzmittel allerdings wieder in den Blick. Dabei muss aber angemerkt werden, dass sich die Langzeitschäden nicht durch eine einmalige Einnahme zeigen. Nur wenn dieses Schmerzmittel während der Schwangerschaft immer wieder eingenommen wird, kann es Schäden beim ungeborenen Kind mit sich bringen.

Die Studie ist generell sehr aussagekräftig, denn immer wurden mehr als 48.600 Kinder hierfür untersucht. Im Alter von drei Jahren wurden die Kinder auf folgende Kriterien untersucht

  • die psychomotorischen Fähigkeiten wie Sprechen und Motorik

  • das Verhalten und

  • das Temperament

Es zeigte sich, dass Kinder vor allem bei den psychomotorischen Fähigkeiten Einbussen zeigten, wenn deren Mütter mehr als 28 Tage in der Schwangerschaft mit Paracetamol ihre Leiden linderten. Neben einer sprachlichen und motorischen Verzögerung zeigten diese Kinder allerdings auch beim Verhalten Auffälligkeiten. Oftmals wirkten die Kinder hyperaktiv.

Wenn werdende Mütter Paracetamol nur 27 Tage einnahmen, gab es zwar ebenfalls Auffälligkeiten zu verzeichnen, diese waren allerdings nicht so stark ausgeprägt, wie bei den anderen Kindern. Die Studie gibt allerdings erst einen ersten Einblick, denn der Wirkmechanismus, welche hinter dieser Entdeckung und den Ergebnissen steckt, konnte noch nicht aufgezeigt werden.

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