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Schwanger in der Probezeit

Young attractive pregnant woman with the beautiful belly over white backgroundOftmals ist eine Schwangerschaft nicht geplant und tritt einfach ein. Wenn Frauen gerade einen neuen Job angenommen haben und innerhalb der Probezeit schwanger werden, gibt es bei den werdenden Müttern oftmals große Bedenken. Aber es kann aufgeatmet werden, denn diese Frauen werden vom Mutterschutzgesetz gedeckt. Auch wenn die Schwangerschaft bereits in den ersten Wochen des neuen Jobs auftritt, kann die Frau nicht mehr gekündigt werden. Selbst wenn der Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen würde, wäre diese bis vier Monate nach der Geburt vollkommen wirkungslos.

Die Probezeit wird durch eine Schwangerschaft faktisch verkürzt

In den meisten Fällen dauert eine Probezeit zwischen drei und sechs Monate. Tritt während dieser Zeit eine Schwangerschaft ein, wird die Probezeit allerdings verkürzt. Damit fällt für den Arbeitgeber der Zweck einer Probezeit allerdings weg.

Für wen gilt das Mutterschutzgesetz?

Alle Arbeitnehmerinnen und auch Auszubildende fallen unter das Mutterschutzgesetz. Selbst wenn die Frauen nur geringfügig beschäftigt sind, steht ihnen das Mutterschutzgesetz zu. Allerdings haben Frauen auch eine Pflicht, denn sobald die Schwangerschaft bekannt ist, muss dies auch dem Arbeitgeber mitgeteilt werden. Sollte bereits eine Kündigung ausgesprochen worden sein, kann die schwangere Frau ihre Bestätigung der Schwangerschaft allerdings noch 14 Tage bei ihrem Arbeitgeber nachreichen. Auch in diesem Fall wird die ausgesprochene Kündigung als nicht mehr rechtskräftig gesehen.

Was muss beachtet werden?

Wenn im Arbeitsvertrag steht, dass das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit beendet wird, besteht für die schwangere Frau allerdings kein Kündigungsschutz. Bei einer Probezeit mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis besteht nach Ablauf der Kündigungsschutz allerdings weiter.

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